Wandern, Natur, Gedanken, Musik
Vorbei an Schiederweiher und Polsterstüberl ging es die erste halbe Stunde noch eben zum Talschluss zurück.
Noch 1h45min zum Prielschutzhaus sind hier angeschrieben.
Es zog Nebel auf und erst knapp vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir die Prielschutzhütte auf 1420m.
Der Hüttenwirt Harri ist sehr streng (manchmal auch etwas gestresst und genervt von seinen Gästen).
Kurz nach 7 Uhr blicke ich auf die morgendlich beleuchtete Spitzmauer.
Nach dem Frühstück strahlte die Spitzmauer schon erfreulich entgegen.
Wir waren eine der letzten, die die Hütte verließen (um den Menschenmassen Vortritt zu lassen)
Da Lampi, Lama und Kerstin auch die Spitzmauer in Planung hatten, konnte ich mich ihnen anschließen.
Noch aber wollte ich den Rest der Bergbande ein Stück bis zur Abzweigung begleiten.
Bei der Abzeigung Spitzmauer/Priel ließ ich mich dann doch noch vom Schicksal überreden.
Aber gleich vorweg - ich hab nicht den "kürzeren" gezogen.
Schöne Blicke zurück ins nebelverhangene Stodertal.
Endlich ging es ans Klettern.
Erster wilder Zacken vor der langen Querung.
Die sogenannte "Lokomotive"(lange Querung) brachte uns kaum ins Schnaufen.
Reinhard machte hinter mir das Schlusslicht und betreute mich bestens.
Gut einen solchen Mann hinter sich zu haben.
Dann erreichten wir die langen Leitern, vor denen ich am meisten Bammel hatte.
Aber es waren nur 2 oder 3 leicht überhängende Leitern, die ich ohne gröbere Probleme ersteigen konnte.
Der Mann hat lange Haxn und gute Nerven.
Der lange, aber unschwierige Berghang zum Gipfel zog sich dann noch etwas in die Länge.
Aber jedem von uns gefiel der Steig und auch das neu reparierte Gipfelkreuz sehr gut.
Das Ganze musste noch mit einem Schnapserl (Grappa) würzig scharf abgerundet werden.
Dann starteten wir den langen Abstieg.
Den Bergrücken folgend und folgkich über die Brotfallscharte absteigend über viel rutschiges, teils unangenehmes Geröll.
...zur Prielschutzhütte absteigend.
Im Eiltempo erreichten wir gerade noch rechtzeig zum Anbruch der Dunkelheit den Parkplatz beim Johannishof, wo wir unseren Gewaltabstieg von 2000hm und eine tolle 2-Tages-Tour beendeten.