Wandern, Natur, Gedanken, Musik
Aber so leicht und schnell ging's für mich heute nicht.
Gemeinsam mit einem Pennewanger spaziere ich den See entlang zum Einstieg.
Dem Hochpfad entlang gehts zunächst in angenehmer Steigung aufwärts.
Er führt zu einem von Schotter gefüllten Graben.
Auf etwa 900m Sh. zweigt man dann rechts in eine Waldschneise ab.
Nun fast eben dahin, bis sich der Wald auf 1070m Sh. wieder lichtet.
Nun komme ich erstmals so richtig ins Schnaufen.
Ich nehme mir etliche Verschnaufspausen und blicke zurück zum Eibenberg.
Der Schnee ist aufgrund der hohen Temperaturen sehr weich und sulzig.
Ich wende meinen Blick nun hinauf zur Rinne und erkenne einen markanten Felsen.
Es dürfte das Spitzetkögerl sein, dem ich mich langsam nähere.
An der rechten Flanke, kleinere Lawinenkegel. Auch Lawinenwarnstufe 2 birgt ein Restrisiko.
Zu meiner linken, der Gipfelaufbau des Rauhkogels(1652m).
Auf etwa 1550m Sh wurde es wieder flacher.
Die ersten wedeln mir schon entgegen.
Hier durch eine halfpipe-ähnliche Rinne.
Links taucht nun der mächtige Rosskogel auf.
Dann dieses Schneerelief - geschaffen durch Sonne, Wind und Wasser
Scharf nach rechts gehts dann zum letzten Gipfelaufschwung.
Das kleine Gipfelkreuz versteckte sich bis zuletzt sehr gut.
5 vor 12 Uhr: Schwer gezeichnet am Gipfelkreuz.
Jetzt erst mal meine verschwitzte Kleidung loswerden.
Bei absoluter Windstille und 15° C hielt man es auch ohne T-Shirt aus.
Mittlerweile waren schon die nächsten Gipfelstürmer im Anmarsch.
Eibenberg mit Offensee. Rechts hinten, der Erlakogel.
Den Wildensee konnte ich in der schneebedeckten Mondlandschaft des Toten Gebirges nicht entdecken.
Ganz im Panorama versunken stupste mich plötzlich etwas feuchtes am Ellenbogen.
Es war Mitzi ... eine fesche, anscheinend gut konditionierte "Bergsteiger-hündin".
Danach trudelten im Minutentakt die Leute am Gipfel ein.
Bevor es wirklich eng wurde, packte ich meine Sachen zusammen und stieg wieder ab.
Auch im Abstieg hatte ich heute manchmal Probleme.
Etwas verunsichert steige ich nur noch im Schneckentempo ab.
Das Ende meiner Schneeschuhwanderung ist jetzt schon absehbar.
Noch ist der Offensee nicht eisfrei, was sich bei diesen Temperaturen sehr bald ändern wird.
Alle Auto's weg.
Trotzdem der Sulzschnee mir heute einiges an Nerven und Kraft gekostet hat, war es dennoch eine tolle Schneeschuh-Bergtour