Wandern, Natur, Gedanken, Musik
Eigentlich wollte ich von Windhaag aus meine Tour in den Plochwald starten.
Deswegen fuhr ich noch 2 Kilometer weiter nach Norden.
Parkplatz am "Rauschenden Felsen" so der Name, direkt an der tschechischen Grenze.
Gleich daneben befindet sich eine alte Grenzbrücke.
Aha, ich befinde mich auf den Nordkammwanderweg II, dachte ich zunächst.
Gleich darauf wurde ich aber von einem freundlichen Jäger eines Besseren belehrt.
Ich bedankte mich für seine Informationen, verabschiedete mich und stapfte also der Maltsch entlang weiter flußaufwärts.
Von Grenzstein zu Grenzstein entlang des mäanderformigen Flußverlaufes mimte ich wieder mal einen Grenzgänger. Das hat schon was faszinierendes.
Nach knapp 4km quere ich dann die Straße nach Unterwald und watschle folglich einen Waldrand entlang bergauf.
Bei einer Geländekuppe angekommen, quere ich wieder eine Straße und zweige nach links in den W4 ab.
Der Wanderweg ist nicht begangen bzw. nicht direkt ersichtlich und so geh ich oft nach Gefühl.
Ab und zu taucht dann erfreulicherweise doch wieder eine gelbe Tafel auf.
Viele Hasenspuren ... nur ab und zu rot-weiß-rote Markierungen.
Von Baum zu Baum-Markierung hantle ich mich vorwärts und gelange zu einem Forstweg, der mir die Orientierung wieder erleichtert.
Dennoch lege ich hier meine erste Rast ein ... stehend.
Kurz darauf gelange ich zum Edlbauer-Steinfelsen (1007m).
Dann gings durch einen "Regen"-Wald weiter. Überall tropfte und plätscherte es und ich mußte aufpassen, dass ich nicht einen nassen Schneepatzen auf den Kopf bekam.
Nach ca. 3 Stunden erreichte ich dann mein Ziel - den Silbersee und den seit 1993 stillgelegten Steinbruch Plochwald.
Der im Sommer bestimmt sehr idyllische Silbersee ist noch von einer Eis-Schneedecke überzogen.
Ca. 40 Meter über dem See ragte ein Sender in den Himmel.
Am höchsten Ziel (1040m) meiner heutigen Wanderung angekommen.
Ich kletterte auf den etwas tieferen Nachbarfelsen um ein schönes Gipfelfoto zu machen.
Naja ... Wetter und Panorama sind heute nicht gerade überwältigend.
Und ist der Ruf erst mal ruiniert ... zweigt man dann auch vorm Edlbauerfelsen nach links in den lichten und nicht all zu steilen Waldhang ab um etwas abzukürzen.
Wieder am Forstweg passiere ich das "Rote Kreuz".
Warum es "Rotes Kreuz" heißt, konnte ich nicht ausfindig machen.
Die keltischen Opferschalen konnte ich aber nicht finden.
Danach gings etwas orientierungslos den Bergrücken entlang weiter.
Dafür gabs auch kleinere Überraschungen, wie diesen im Mühl- und Waldviertel sehr verbreiteten Wackelstein.
oder wie hier eine sehr schöne alte Lärche.
Auch Mairspindt hat ein paar schöne Schmankerl.
Hier wurden dann meine Schneeschuhe eingepackt. Der letzte halbe Kilometer zum Auto ging es der Straße entlang.
Am alten Grenzwachehaus vorbei ...
... beende ich nach 5 1/2 h diese Schneeschuhwanderung im österr./tschechischen Grenzgebiet.
Zuletzt wie immer meine Wanderung in Kartenformat.
P.S: Meine heutige Wanderung ist nur bedingt nachahmenswert