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4. April 2009 6 04 /04 /April /2009 20:46
Jetzt habe ich sie doch noch einmal ausgepackt  - meine Schneeschuhe.
Aber es hat sich gelohnt, denn diesesmal unternahm ich eine schöne "Klassiker"-Tour.
Vom Offensee aus, auf das 1755m hohe Weisshorn !
Es ist ein Grenzberg zwischen Stmk. / OÖ. und nördlicher Randpfeiler des Toten Gebirges.

Als ich um 7 Uhr in Wels aufbrach, war ich nicht der einzige, der hoch hinauf wollte.
Aber so leicht und schnell ging's für mich heute nicht.
...
Eine Autostunde später erreiche ich meinen Ausgangspunkt, den letzten Parkplatz am Offensee.
Gezählte 9 Autos standen erst hier.
Gemeinsam mit einem Pennewanger spaziere ich den See entlang zum Einstieg.
Erst jetzt komme ich drauf, dass ich meine Stöcke im Auto vergessen habe.
Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben. Also nochmal zurück.
20 Minuten später wieder am Einstieg.
Dem Hochpfad entlang gehts zunächst in angenehmer Steigung aufwärts.
Er führt zu einem von Schotter gefüllten Graben.
Auf etwa 900m Sh. zweigt man dann rechts in eine Waldschneise ab.
Nun fast eben dahin, bis sich der Wald auf 1070m Sh. wieder lichtet.
Kurze Verschnaufspause, bevor es dieses Steilstück hinauf geht.
Nun komme ich erstmals so richtig ins Schnaufen.Ich nehme mir etliche Verschnaufspausen und blicke zurück zum Eibenberg.
Der Schnee ist aufgrund der hohen Temperaturen sehr weich und sulzig.
Mit den Stöcken breche ich oft tief ein.
Das Gschirreck hinter mir wird immer kleiner.
Noch habe ich nicht seine Höhe von 1410m erreicht.
Ich wende meinen Blick nun hinauf zur Rinne und erkenne einen markanten Felsen.
Es dürfte das Spitzetkögerl sein, dem ich mich langsam nähere.
An der rechten Flanke, kleinere Lawinenkegel. Auch Lawinenwarnstufe 2 birgt ein Restrisiko.
Zu meiner linken, der Gipfelaufbau des Rauhkogels(1652m).
Auf etwa 1550m Sh wurde es wieder flacher.Die ersten wedeln mir schon entgegen.
Hier durch eine halfpipe-ähnliche Rinne.
Fotoqualität trotz Bearbeitung sehr bescheiden.
Links taucht nun der mächtige Rosskogel auf.Dann dieses Schneerelief - geschaffen durch Sonne, Wind und WasserScharf nach rechts gehts dann zum letzten Gipfelaufschwung.
Meine Pumpe werkte nun auf Hochtouren. Das kleine Gipfelkreuz versteckte sich bis zuletzt sehr gut.
5 vor 12 Uhr: Schwer gezeichnet am Gipfelkreuz.
Anstrengend wars ... aber ich war ja nie alleine, sondern in bester Gesellschaft.
Jetzt erst mal meine verschwitzte Kleidung loswerden.
Bei absoluter Windstille und 15° C hielt man es auch ohne T-Shirt aus.
10 Minuten genieße ich die Gipfeleinsamkeit ... und Prachtblicke auf den Rinnerkogel (2012m).Mittlerweile waren schon die nächsten Gipfelstürmer im Anmarsch.
Eibenberg mit Offensee. Rechts hinten, der Erlakogel.Den Wildensee konnte ich in der schneebedeckten Mondlandschaft des Toten Gebirges nicht entdecken.Ganz im Panorama versunken stupste mich plötzlich etwas feuchtes am Ellenbogen.
Es war Mitzi ... eine fesche, anscheinend gut konditionierte "Bergsteiger-hündin".
Sie hechelte nicht mal, war aber etwas enttäuscht, weil ich nur Käsebrötchen und keine Wurst mit hatte.Danach trudelten im Minutentakt die Leute am Gipfel ein.
Bevor es wirklich eng wurde, packte ich meine Sachen zusammen und stieg wieder ab.
Letztes Foto Richtung Kasberg und Almsee.Auch im Abstieg hatte ich heute manchmal Probleme.
Scheinbar ist meine Technik noch nicht ganz ausgereift.
Nachdem es mich in der Steilstufe 2mal unsanft schmeisst, schnall ich meine Schneeschuhe ab und montiere sie am Rucksack.
Etwas verunsichert steige ich nur noch im Schneckentempo ab.
Erst als es wieder flacher wurde, schnallte ich sie wieder an.
Das Ende meiner Schneeschuhwanderung ist jetzt schon absehbar. Noch ist der Offensee nicht eisfrei, was sich bei diesen Temperaturen sehr bald ändern wird.
Alle Auto's weg.
Nur noch wenige Autos von Pensionisten, Spaziergehern und trödelnden "Schneeschuhschnecken" waren noch anwesend.
Trotzdem der Sulzschnee mir heute einiges an Nerven und Kraft gekostet hat, war es dennoch eine tolle Schneeschuh-Bergtour
Das Weißhorn ist verständlicherweise und zurecht ein Klassiker.
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Kommentare

Michael Weil 10/30/2011 08:32


Dein Bericht ist wirklich lesenswert und macht Lust auf eine ausgedehnte Wanderung mit Schneeschuhen. Hoffen wir, daß dieser Winter schneereich wird. Viele Grüße!


Wolf 05/03/2014 12:29



Danke Michael ! 


LG



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Zum Nachdenken

Wo ein Begeisteter steht

ist der Gipfel der Welt

 

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nicht weinen, daß sie vergangen,
sondern lächeln, daß sie gewesen !

 

Es ist nicht wichtig wie viele Gipfel du besteigst oder wie hoch dein Berg ist,

sondern ob du die Schönheit sehen kannst.


Manche Berge scheinen unüberwindlich

 ... bis wir den ersten Schritt tun

 

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende 

 

Jede Verwandlung beginnt mit dem konsequenten Gedanken daran,

der Sehnsucht danach und dem ersten bewußten kleinen Schritt.

 

Das Neue macht immer Angst,
aber das Neue ist das Leben
und nur durch das Neue erreichst du
neue Quellen des Lebens, des Glücks.

 

Neuland entdecken heißt, seinen Horizont erweitern

 

Der Gipfel unseres Lebens ist dort,

wo uns die Liebe Berge gibt

 

Deine Gedanken sind die Baumeister deines Schicksals

 

Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
es hängt nur davon ab, was du denkst.

 

Die Freude steckt nicht in den Dingen,sondern im Innersten unserer Seele

 

Die größte Offenbarung liegt in der Stille

  

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben !

 

Die zur Wahrheit wandern, wandern allein

 

Nicht die Schönheit entscheidet, wen ich liebe, sondern meine Liebe entscheidet, wen oder was ich schön finde!

 

Demut gebietend und erhebend zugleich kaum etwas in der Natur flößt uns soviel Ehrfurcht einwie der Anblick von Bergen.

 

Die Natur ist uns ein Spiegel

 

Wo immer wir wandern, wirken Wunder


Viel wandern macht bewandert

 

Der Narr sucht das Glück in der Ferne,

dem Weisen wächst es unter den Fußsohlen.

 

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sondern unsere stillsten Stunden.

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